Dienstag, 24. August 2010

Der sogenannte Alltag...

...kehrt auch bei mir wieder ein.
Dieses Semester sieht er wie folgt aus:

6 anstatt von 5 Kursen und von diesen 6 sind auch noch 2 Stück 5- und einer 6-stündig.
Insgesamt werde ich ohne An und Abreise 40 Stunden im College sein. Die An und Abreise ist in der ersten Woche auch noch so eine Sache... Der öffentliche Nahverkehr, betrieben von STM, ist immernoch auf dem Nicht-Schul-Fahrplan. Daher steht jeden morgen am Bus Terminal ein Affe mit Funkgerät, der verzweifelt Busfahrern, die Pause machen Sonderschichten aufbrummen muss. Mittags macht er das ganze von der Schule aus. Damit ihm nicht langweilig wird, gestaltet er das ganze komplizierter, als es ist. Da stehen dank dieser Firma dann zu Stoßzeiten ca. 150 Schüler an der Bushaltestelle und er hat die Nerven, zu verkünden, dass man die nächsten 30min vergeblich auf einen Bus warten würde.
Beamte vermisse ich nicht.
Nächste Woche wird auch das dann in geordneten Bahnen laufen und ich trotzdem ziemlich fertig zu Hause ankommen.
Das Gute daran ist, dass es eigentlich ziemlich Spaß macht und mit den langen Pausen auch besser, als in Deutschland ist (die Kurse an sich sind ja auch generell besser) und dass die Zeit so schneller vorbeigeht und die letzten 3 Monate und 26 Tage nur noch Firlefanz sind.
Am Wochenende ist Internationales Filmfestival in Montreal und ich werde mir mit mindestens einem Freund "Liebe Mauer" und den schweizer Film "Der Große Kater" anschauen.
Bis dahin steht eben mein neuer Full-Time Job auf dem Plan - Student!
Durch die Zeitverschiebung trifft auch fast zu:
"Um kurz vor 7 steht er auf - da macht der Aldi zu"

Lasst es auch also ein Trost sein und denkt, wenn ihr gestresst seid: "TomAte ist noch gestresster".

In diesem Sinne: Bis bald!

Montag, 16. August 2010

Road Trip - Tag 3

Jetzt ist auch dieser Post verspaetet, aber anders ging es nicht.
Gestern morgen sind wir nochmals zu den Niagarafaellen und haben diese Bootstour gemacht. Beeindruckend ist das schon dort...
Dann nichts wie los Richtung USA. 12 Uhr waren wir an der Grenze. 15 Uhr kamen wir rein in die Staaten. In der Zwischenzeit wurde uns die Zeit vertrieben, indem man uns, nett formuliert, neutral befragt hat und unser Auto 2 mal durchsucht wurde.
Die Taschen waren deutlich durchwuehlt worden. Diese Grenze ist ...an der Grenze eben.
Nach ein paar Stunden auf amerikanischem Boden sind wir dann wieder zurueck nach Kanada hinter dem Lake Ontario. 5 Minuten warten und 5 Minuten Papiere bearbeiten machen zusammen 10 Minuten an der Grenze. Keine Durchsuchung - nichts. Sehr angenehm.
Abends um halb 12 waren wir dann zu Hause.

Alles in Allem hat es sich sehr gelohnt und es gab tolle Sachen zu sehen. Bin aber immernoch kaputt, deswegen verabschiede ich mich erstmal wieder.

Machts gut!

Sonntag, 15. August 2010

Road Trip - Tag 2

Ueber die Haelfte unseres Trips ist nun um. Ich liege mal wieder im Hotelbett. Es ist mehr ein Bett in einem Studentenwohnheim, aber in sehr gutem Zustand. Wir haben getrennte Zimmer. So schnel geht das also... Bevor Marcel ankam hat er mich am Telefon gefragt, was ich anhabe und nun schon getrennte Zimmer – ich muss mich zusammenreissen ;-)
Angefangen hat Tag Nummer 2 mit Toronto. Wir waren in Downtown und danach den CN Tower hoch. Nicht schlecht das Teil (wie gesagt: Bilder sind verfuegbar, wenn ich wieder da bin).
Danach ging es wieder ueber die verstopfte mindestens 8 spurige Autobahn in Richtung Niagara Falls. Die Bleibe hier ist in Welland, etwas ausserhalb und das ist auch gut so. Niagara Falls ist nicht mehr als eine Touristenhochburg an Las Vegas angelehnt. Mehr konnte man aus den Faellen wohl nicht machen, die an sich jedoch sehr schoen und beeindruckend sind. Einmal mehr habe ich festgestellt, dass man Deutsche einfach erkennt. Mehr kann ich da nicht sagen, man erkennt sie und schaemt sich leicht fuer ihr Verhalten, aber vielleicht ist es dann auch besser, wenn sie hier sind und nicht zu Hause.
Das war es dann auch soweit von heute. Ich musste das hier vortippen, da es in diesem Studentenwohnheim leider kein WLAN gibt – der einzige Nachteil im Vergleich zu den Abbott-Residences.
Morgen fahren wir nochmal an die Faelle und machen wahrscheinlich eine Bootstour bevor es auf die andere Seite geht. Die dunkle Seite der Macht und damit meine ich nicht die Hautfarbe des Praesidenten. Bei Komplikationen an der Grenze vermache ich meinem Kater mein Zimmer und dem Vatikan meinen Alkoholvorrat. Er wird es brauchen.

Das wars von heute.
Machts gut!

PS: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Freitag, 13. August 2010

Road Trip - Tag 1

6 Uhr klingelt der Wecker. Alles, was nicht vergessen werden darf wird eingepackt und die Reisschuessel faehrt in den Wilden Westen. Tempomat bei 4-Gang Automatik ist ungewohnt. Runterschalten auf dem Highway hoert sich sehr nach Ampelstart an...
9 Uhr 30 kommen wir in Canadas kleinstem Nationalpark oder sowas an, genannt: 1000 Islands. Die gehetzten Deutschen auf der Durchreise haben kein Geld und keine Zeit, daher wird die Tour gewaehlt, die nur eine Stunde geht. Sehr schoen alles, Bilder und Autogramme gibts ab Dezember. Auf der fahrt betteln Moewen nach Essen. Das sind zivilisierte Moewen. Stundenlang laufen sie auf dem Schiff rum und wollen Essen. Dann wird kurz abgehoben, der Moewerich laesst sich zurueckfallen, erledigt sein Geschaeft und landet wieder. Das nenne ich Anstand.
3 Uhr 17 werden wir laut Navi voraussichtlich ankommen.
3 Uhr 30 stehen wir im Stau auf einer der groessten Autobahn der Welt. 16 - in Worten: SECHZEHN - Spuren und trotzdem Stau Nachmittags Richtung Innenstadt.
5 Uhr checken wir ein im Cosmopolitan Toronto. Man wirkt etwas ungekleidet zwischen Piloten, selbststaendigen Unternehmern und anderen Businessseatsimwaldstadionkaeufern. Wir hatten mit weniger fuer unseren Schnaeppchendeal gerechnet. 72 $ Doppelzimmer Downtown 4 Sterne. Inzwischen sind aber auch genug Touristen da, damit man nicht auffaellt. Die einzige Huerde war, dass das Zimmer noch nicht fertig war, aber bei dem Preis...
Es ist 10 Uhr und ich sitze hier mit mueden Knochen. 5 Minuten habe ich meinem Fahrer die Leitung des Trips ueberlassen und wir sind verlassen. Der Ausgang eines Gebaeudes ist fuer ihn kein zuegig erreichbares Ziel. So steckt mir nun die Reise ziemlich in den Knochen und ich gehe schlafen. Toronto scheint auf den ersten Blick wie ein nicht ganz gelungener NYC-Abklatsch. Der Muellgehalt wurde allerdings originalgetreu nachgestellt.
Morgen den Rest dieser Stadt erkunden, die unter Anderem eine ziemlich schlechte Hockeymannschaft beherbergt und danach ab zu den Niagarafaellen mit einer Servolenkung, die von Otto-Normalverbraucher durch Auflegen eines Fingers bedient werden kann.

Bis morgen hoffentlich...

Donnerstag, 12. August 2010

von Ottawa bis Rio

Ottawa. Da war ich zwar schonmal, aber der Hofmann moechte einfach schonmal Richtung Westen. Hin per Greyhound und zurueck per Zug. Hinfahrt fuer mich als Student 25$ und der Bus war aus Mauerzeiten, somit Marcel bestens bekannt. Auch dass WLAN nicht vorhanden war (eigentlich ueblich bei Greyhound) ist nichts im Vergleich zu der Tatsache, dass da Fremde im Bus sitzen. Ich bin froh, dass der Mann neben mir mir auch fremd geblieben ist, hat er doch gestunken und mir seine halbe Lebensgeschichte erzaehlt. Irgendwann hat er dann auch keine Antworten mehr erwartet. Als ihm langweilig wurde, hat er sich nach vorne gelehnt und [UNTER 16 ZUM NAECHSTEN ABSATZ SPRINGEN] das wohlgenaehrte 10 jaehrige Maedchen im Sitz vor ihm interessierrt begutachtet. Das werde ich nicht weiter kommentieren, nur ich war froh, dass es zurueck mit dem Zug ging.
Ottawa war immernoch so wie das letzte Mal, nur den Bahnhof findet man nicht so einfach. Es weiss offensichtlich auch keiner, wo der ist. Anmerkung: Ottawa hat eine knappe Million Einwohner. Der Bahnhof fuer eben diese Million besteht aus sage und schreibe 4 Gleisen, von welchen 2 benutzt werden. Montreal und Toronto sind diese Gleise. Andere Richtungen sucht man vergebens.
Der Preis war danke Sonderangebot bei 29 Dollar.
Zugfahrt war schoen - trotz gewisser Zwischenhalte in der Pampa, da Gueterzuege ja Vorfahrt haben auf der eingleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die nur in jedem zweiten Loch einen Nagel zur Befestigung hat.
Heute haben wir dann das Auto gemietet. Der Vermieter spricht Deutsch. Jedenfalls sehr sehr gut fuer nur 6 Monate, in denen er es gelernt hat (Er spricht besser, als mein Philolehrer mit 12 Monaten Harvard-Deutsch).
Deutsch ist das Auto allerdings nicht. Hier kommt Rio ins Spiel. Dieser KIA Rio ist ein Auto, dem man nicht so gerne auf das Hinterteil schaut, wenn man ihn ueberhaupt ansehen muss. Die 4-Gang-Automatik und die Banane am Steuer machen den Downtown-Dschungel komplett.
Morgen also im Kleinwagen nach Toronto.

bis zum naechsten Mal

Montag, 9. August 2010

Heimatbesuch

Der Besuch ist inzwischen gelandet.
2 Tage ist er schon hier und stresst mich...
Dahin müssen wir und dort gibts was zu sehen, mir tut alles weh.

Heute erst nochmal in den Freizeitpark.

Gestern waren wir in Downtown, Old Montreal, Olympiastadion, Formel 1 Strecke und noch mehr.
Meine Füße danken es mir...

Zur Formel 1 Strecke: Auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs gibt es Tempolimit 30km/h und sogar eine Buslinie fährt standardmäßig über die Srecke. Mehr muss man nicht sagen:

Freitag, 6. August 2010

Formale Sachen

Wie ihr es sicher schon bemerkt habt, habe ich die Seite überarbeitet.
Ihr könnt jetzt meine Beiträge auf Facebook u.Ä. teilen und auch euer Kreuz setzen, ob der Beitrag lustig, interessant o.Ä. war.

An alle Fußballinteressierten unter euch mache ich mal Werbung in eigener Sache!
Das offizielle Ioannis Amanatidis Forum bietet euch eine gute Gelegenheit zum Diskutieren und Informieren :)
Würde mich freuen, den Ein oder Anderen dort anzutreffen :)

Donnerstag, 5. August 2010

Sonnenbrand und East Coast-Feeling

Geweckt wurde ich Montagmorgen durch ein Erdbeben - verursacht von ca 10 Phillipinos, die die kanadische Treppe fast zum Kollaps brachten. Dass es 7 Uhr war, interessierte keinen.
Ja ich lebe wie Harry Potter unter der Treppe - ernsthaft. Nur das Zimmer ist größer
Es wurde gepackt für den Calypso Waterpark. Das hatte ich schon wieder ganz vergessen, aber Hauptsache es passiert mal was in diesem Sommerloch!
Also nichts wie 70 min Richtung Ottawa und Spaß haben. Das Teil hat schon was. Genossen habe ich es mit dem Freund meiner Gastschwester. Er spricht auch Deutsch, aber hat es schon halbwegs verlernt. Gut so, ich bin ja eh für Englisch hier.
Die nächste Erkenntnis: Phillipinos können nicht schwimmen!
Die Rutschen sind kein Problem, aber schwimmen geht wirklich nicht. Sie sagen, dass sie zwar überleben würden, aber richtig schwimmen kann man wohl in dem aus über 7000 Inseln bestehenden Land nicht - gut zu wissen.
Natürlich cremt man sich nicht ein, mochte ich ja noch nie. Den Preis zahle ich durch deutlich eingeschränkte Bewegungsfreiheit bis heute. Allerdings geht es schon besser - würde ich sonst schon wieder schreiben?

Morgen ist dann der letzte Tag vor der Invasion. Die Grenzen sind offen und mein Deutscher Freund östlicher Abstammung, Marcel Gaukelboi Hofi Hofmann, kommt mich besuchen. Schön für mich, aber ihr sollt ja auch was davon haben...
Wenn er da ist fahren wir ein bisschen rum, erkunden die Ein oder Andere Sehenswürdigkeit und da kommen Bilder auf euch zu!
Falls ihr es also durchgehalten haben solltet, bis jetzt brav mitzulesen, ohne Kommentare zu hinterlassen (entweder bleibt euch die Spucke weg, oder ihr seid dabei eingeschlafen), werdet ihr mit den Endprodukten meiner Digitalkamera gefüttert.
Bis dahin: Au revoir!